Tipps und Tricks

Und was ist das eigentlich?

Diese Frage hat sich wahrscheinlich jede*r angehende Autor*in schon gestellt. Das Exposé ist kurz gesagt, die Präsentation deines Projektes. Darin werden in allerkürzester Form alle wichtigen Fragen geklärt, um uns im Verlag eine gute Vorstellung des Projektes zu geben. Du gibst uns einen Überblick über die gesamte Handlung (Achtung, auch Spoiler!), die Eckdaten des Romans (Länge, Genre, Einzel- oder Mehrteiler, etc.) und nach Belieben einen kleinen Pitch oder einen Klappentext.

Welche Merkmale hat ein Exposé?

Zuerst einmal ist es wichtig zu wissen, dass du keine Angst haben musst, ein Exposé zu verfassen. Das Schreiben sollte etwa drei Seiten haben. Trotzdem gilt der bekannte Spruch: So kurz wie möglich und so lang wie nötig.

Wähle für die Schriftart leicht leserliche Optionen, zum Beispiel Times New Roman oder Courier. Die Schriftgröße sollte mindestens 12pt betragen. Bitte pack nicht 10 Seiten Text auf 3, weil du die Schriftart herunterfährst. Das erleichtert uns nicht die Sichtung der Exposés und stiehlt uns unnötig Zeit. Dann reich lieber direkt die 10 Seiten in vernünftiger Schriftgröße ein, dann wissen wir, worauf wir uns beim Lesen einlassen.
Bei der Formatierung solltest du auf künstlerische Dinge verzichten und es einfach halten. Verrenne dich nicht in der farblichen Ausgestaltung und konzentriere dich lieber auf den Inhalt, denn dieser ist das Wichtigste an deinem Exposé. Wir freuen uns aber auch über kreative Gestaltungen, falls du selbst zeichnest oder sowas.

Die Reihenfolge und Art der einzelnen Elemente schreiben wir dir nicht vor. Aber keine Sorge, einige Elemente sollten sich in jedem Exposé finden, du musst nicht ganz von vorn beginnen, falls du schon eine Vorlage hast.

Je nach Vorliebe kannst du dein Exposé auch mit einem Deckblatt ausstatten. Dort schreibst du den Arbeitstitel drauf und fügst nach Belieben ein Bild oder die Grunddaten des Buches ein.

Das eigentliche Exposé:

Arbeitstitel: Dies ist der Titel, den du deinem Projekt gibst. Natürlich kann es sein, dass wir im Endeffekt einen anderen Namen wählen (Weil der Titel schon vergeben ist oder, aber ein griffiger Arbeitstitel kann unser Interesse für das Projekt wecken. Wenn dir ein paar einfallen, kannst du auch gerne Alternativtitel angeben.

Autor*in: An dieser Stelle kannst du dich kurz vorstellen. Wer bist du? Was hast du schon veröffentlicht? Hast du Auszeichnungen und Weiterbildungen? Gibt es Referenzen, die du angeben möchtest? Eventuell kannst oder sollst sogar du ein Foto beilegen. Bei uns ist das in der separaten Autor*innenvita vorgesehen.

Zusammenfassung/Pitch: Wecke mithilfe deines Pitchs, in kürzester Zeit das Interesse an deinem Projekt. Dafür fasst du die Handlung in wenigen (drei bis vier) Sätzen zusammen. Hier musst du das Ende noch nicht verraten. Die Spannung zählt!

Genre: Welchem Genre gehört dein Projekt an? Bei Belletristik könnten es zum Beispiel Fantasy, Sci-Fi oder Historischer Roman sein. Gib uns gerne auch schon das Subgenre oder die Ausrichtung deines Projekts an.

Zielgruppe: An wen richtet sich dein Buch? Diese Frage lässt sich für Sachbücher meist leichter beantworten, aber auch für Belletristik kannst du überlegt, wer der Adressat des Werkes ist. Eher Leser*innen um die 16 Jahre oder doch Leser*innen bis ins höhere Alter?

Umfang: Wie viele Seiten hat das abgeschlossene Manuskript? Gib dies in Normseiten an, damit können wir am besten arbeiten. Die Zahl der Normseiten berechnest du anhand der Zeichenzahl in deinem Manuskript. Meistens wird 1.500 Zeichen als Realwert einer Normseite angegeben, daher teilst du die Anzahl deiner Zeichen durch 1.500 und erhältst die Normseiten. Am besten gibst du uns die Zeichenzahl inkl. Leerzeichen deines Manuskriptes an, damit wir selbst auch nochmal nachrechnen können.

Ausstattung: Dieser Punkt ist uns wichtig, kann aber noch später beantwortet werden. Wenn du Illustrationen und Abbildungen in deinem Buch sehen möchtest, müssen wir Mehrkosten kalkulieren können. Deshalb kannst du hier angeben, was dir vorschwebt.

Textprobe: Das gehört natürlich immer dazu, wenn man ein Buch an einen Verlag schickt. Wendest du dich an uns, wünschen wir uns eine Leseprobe von max. 50 Normseiten. Am besten reichst du den Anfang deines Manuskriptes ein, und nicht das Ende.

Marketing: Das ist für gerade für uns als Kleinverlag. Natürlich wird jeder Verlag, der dein Werk veröffentlicht, dein Buch bewerben. Wir freuen uns jedoch auch über die Mithilfe des/der Autor*in.

Rahmen: Wo spielt deine Geschichte? Welche Orte werden genannt? Wer sind die Hauptfiguren? Und aus welcher Perspektive wird die Geschichte erzählt? Einige dieser Fragen kannst du auch in der Inhaltsangabe beantworten.

Inhalt: Hier kannst du die Handlung deines Projektes beschreiben. Erzähle alle wichtigen Handlungsstränge von Anfang bis Ende. Beschreibe alle wichtigen Ereignisse und kläre auch, wie das Ende des Plots aussieht. Baue keine unnötigen Geheimnisse auf. Die Inhaltsangabe sollte deinen Schreibstil widerspiegeln und muss nicht künstlich technisch beschrieben sein.
Am besten beschränkst du dich bei Personennamen auf die maximal 5 wichtigsten, sonst kann das Lesen des Exposés anstrengend werden. Ich verliere bei vielen Namen schnell den Überblick. Falls mehr Charaktere relevant sind, versuche eher die Funktionen zu nennen (xys Mutter, die Königin, der Barde, etc.).

Abgrenzung von Markt: Was macht dein Werk besonders? Was ist neu? Was ist anders?

Optional: Eine Liste der Personen, der angestrebte Klappentext und Schlagwörter.

Außerdem solltest du mindestens ein Augenpaar über dein Exposé schauen lassen, bevor du es abgibst, denn Fehler können den Besten unterlaufen. Auch ein Lektorat kann die Qualität deines Exposés steigern, ist aber nicht zwingend notwendig.

Wir wünschen dir viel Erfolg beim Verfassen deines Exposés und drücken die Daumen bei der Einreichung!

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